Titelbild RENA

RENA – Paritätisches Netzwerk für Resilienz und Nachhaltigkeit: Jahresrückblick 2023

Der Jahreswechsel ist typischerweise die Zeit, in der Bilanz gezogen wird. Dies möchten auch wir vom RENA-Team tun. 

Das Projekt RENA hat die Aufgabe, Mitgliedsorganisationen aus drei Landesverbänden des Paritätischen – Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz / Saarland - fit für die Bewältigung aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zu machen.

Seit Projektstart im April 2023 ist bei uns viel passiert. Zunächst einmal mussten wir uns als Team neu zusammenfinden und gemeinsam die vorgeplanten Meilensteinschritte und die Vorgaben, welche die Förderung durch ESF+ und Bundesmittel mit sich bringen, in projekttaugliche Formate umsetzen. Wir sind stolz darauf, unseren anvisierten Zeitplan bisher fast eingehalten zu haben.
 
Am 11. Juli 2023 fand unser Auftaktworkshop als Online-Veranstaltung statt. Daran haben Mitarbeitende aus 15 Organisationen teilgenommen, die wir in der ersten Phase unseres Projektes begleiten.

Ausgestattet mit vielen Informationen aus dem Workshop waren unsere Teilnehmenden nun an der Reihe, sich über den Sommer konkrete Gedanken zu ihrem Nachhaltigkeitsthema zu machen. Was ist umsetzbar? Was muss zuerst angepackt werden? Welche Ressourcen können wir nutzen? Um diese Fragestellungen zu beantworten, haben die Teilnehmenden einen Checkup ihrer Organisation mit einem speziell für das Projekt entwickelten Fragebogen durchgeführt und in den anschließenden Auswertungsgesprächen mit unserem Beratungs- und Qualifizierungsteam den aktuellen Stand sowie die größten Herausforderungen und Bedarfe der Organisation herausgearbeitet und Ideen für ein Nachhaltigkeitsprojekt gesammelt.

Diese Ideen sind in internen Arbeitssitzungen, im Austausch mit unserem Team und untereinander und in einem ersten Netzwerkworkshop am 12. Oktober nach und nach in konkrete Projektvorhaben gemündet. Die Themengebiete sind dabei genauso unterschiedlich und vielfältig wie die Organisationen, die sie umsetzen wollen, und spiegeln gut das wider, was die Sozialwirtschaft allgemein umtreibt:

  • Aufbau eines Wissensmanagementsystems zur besseren Personalgewinnung, - einstellung und -einarbeitung (Verein für Jugendhilfe Karlsruhe e.V.)
  • Entwicklung einer Wissensdatenbank und Lernplattform, um den Transfer von Wissen unter den Mitarbeitenden, Klient*innen und Kund*innen zu optimieren (villa familia gGmbH)
  • Entwicklung eines Prozesses der aktiven Steuerung des Wissensmanagements (Lebenshilfe Saarbrücken Dienste gGmbH)
  • Vorbereitung auf den Wechsel in der Geschäftsführung: Überarbeitung des Wissens- und Verantwortungsmanagements und Kompetenzentwicklung hinsichtlich der neuen agilen Arbeitswelt (PlanB gGmbH) 
  • Neubewertung des Unternehmenskonzepts hinsichtlich Personalgewinnung und -bindung, Digitalisierung und dem Aufbau neuer Geschäftsfelder (Arbeitsfördergesellschaft Ortenau gGmbH)
  • Neugestaltung eines Onboarding- und Weiterbildungskonzepts für Lehrkräfte (Silberburg Kompetenzzentrum - Schwäbischer Frauenverein e.V.)
  • Optimierung der Zusammenarbeit der neu konstituierten Geschäftsleitung u. Bereichsleitungen: Rollenklärung und Teambuilding (gpe gGmbH Mainz)
  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität: Mitarbeitendenbefragung sowie Erstellung und Umsetzung eines Maßnahmenkatalogs (Kaleidoskop - Werkstatt für Viele e. V.)
  • Erweiterung des Entlastungskonzepts für Mitarbeitende (Jugendhilfe Einrichtungen Südwest gGmbH)
  • Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (Verein für Integration und Teilhabe am Leben e.V.)
  • Erarbeitung und Implementierung eines Leitbilds (Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt und Umgebung e.V.)
  • Entwicklung eines Verbands-Leitbilds und Klärung von Strukturen, Prozessen und Schnittstellen (Autismus Rhein-Main e.V.)
  • Digitalisierung interner Prozesse und Abläufe, Wissens- und Übergangsmanagement, Digitale Arbeitszeitdokumentation (Trägerkreis Familienzentrum Au e.V.)
  • Umstellung papierbasierter Prozesse und Papierdokumente auf elektronische und digitalgestützte Verfahren, Weiterentwicklung der digitalen Kompetenzen, barrierefreie und informative Gestaltung der Homepage (Paritätisches Bildungswerk Hessen e.V.)
  • Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur besseren digitalen Unternehmenswahrnehmung bei den Zielgruppen (Jugendliche, Reha), Entwicklung von zukunftsträchtigen, tragfähigen Projektideen um wirtschaftlich zu bleiben (Berufsvorbereitungswerk Ostalb gGmbH)

Diese Themen werden nun in den Organisationen in Angriff genommen.

Dabei begleiten wir die Teilnehmenden einerseits mit Qualifizierungsveranstaltungen für Fach- und Führungskräfte sowie andere Projektverantwortliche, in denen sie sich bisher mit dem Thema Mitarbeitendenmotivation und mit Tools und Methoden des agilen Projektmanagements auseinandergesetzt haben. Andererseits sollen die Organisationen durch gezielte, individuelle Beratung und Begleitung durch externe Expert*innen zusätzlich bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsvorhaben unterstützt werden. An dieser Stelle stehen wir aktuell im Projekt: bei der Suche nach den richtigen Berater*innen für unsere Projektteilnehmenden. Wir sind zuversichtlich, dass wir hier gute Tandems zwischen Organisation und Expert*in bilden werden und dass sich das Projekt auch im Jahr 2024 weiterhin gut entwickelt. 

Ab 01.07.2024 starten wir dann mit einer neuen Gruppe von Mitgliedsorganisationen in die zweite Projektrunde. Wenn Sie und Ihre Organisation an unseren Themen oder an der Teilnahme an RENA interessiert sind, melden Sie sich sehr gerne bei unserem Projektteam. Wir beraten Sie gerne dazu!